Inselpräsident Ricardo Melchior hat sich kürzlich gemeinsam mit Umweltminister Wladimiro Rodríguez und dem Bürgermeister von San Juan de la Rambla, Manuel Reyes, von der Arbeit der letzten Monate in den Waldbrand-geschädigten Gebieten überzeugt.
Vor allem in den mittleren Höhenlagen oberhalb von San Juan de la Rambla, in der Gegend rund um La Tahoma, brach der verheerende Waldbrand aus, der sich bis nach Santiago del Teide und in Teile des Südens ausbreitete. „Unglücklicherweise war an diesem Tag im Juli die so genannte 30er Marke überschritten. Wenn die Lufttemperatur auf über 30 Grad Celsius steigt, die Luftfeuchtigkeit unter 30 Prozent liegt und die Windgeschwindigkeit 30 Stundenkilometer überschreitet, dann gilt ein Waldbrand als unaufhaltsam“, erklärte Melchior. Ein Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, der Augenzeuge des Geschehens war, bestätigte dies mit den Worten „Das Feuer sprang so schnell und mit solcher Wucht über, dass ich Bäume sah, die richtig explodierten“.
Insgesamt 1.800 Hektar Wald waren betroffen. Direkt nach den Löscharbeiten wurde mit intensiven Aufräumungsarbeiten begonnen, um Folgeschäden durch heftige Regenfälle im Winter zu vermeiden. Die Gefahr, die es zu bannen galt, war eine Erosion des Bodens. Insgesamt 14 Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern sowie zahlreiche freiwillige Helfer und Gemeindearbeiter wurden eingesetzt. An allen steilen Hängen wurden aus Ästen und Zweigen Barrieren, so genannte „Fajines“, errichtet, die das Abschwemmen kostbaren Waldbodens in den Regenmonaten verhindern sollten. Überschüssige Holzteile wurden gehäckselt und als Schutz oder Dünger auf dem Boden verteilt.
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