Die süßen Früchtchen aus spanischen Plantagen sind seit Wochen in deutschen Supermärkten zu kaufen. Die Naturschutzorganisation WWF (Word Wide Fund for Nature) will jetzt gemeinsam mit dem Handelskonzern REWE Group dafür sorgen, dass nur mehr Erdbeeren auf den Markt kommen, die auch hohen Umweltstandards genügen.
Der Anbau der Erdbeeren ist laut Angaben des WWF – vor allem wegen des enormen Wasserverbrauchs - mit erheblichen Belastungen für die Natur verbunden. Das mehr als 100.000 Hektar große Naturschutzgebiet Doñana in der andalusischen Provinz Huelva, ein Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung, leide besonders unter dem Erdbeerboom. Mehr als eine halbe Million Wasservögel überwintern in dem Gebiet. Doch die Landwirtschaft mit tausendenen illegalen Brunnen gräbt dem einmaligen Rast- und Brutgebiet zunehmend das Wasser ab. Es ist vor allem der wachsende Erdbeerhunger vieler Europäer, der die Region reich gemacht hat und zugleich die Natur massiv bedroht. 60 Prozent der Erdbeeren in deutschen Supermärkten stammen aus Spanien. 2008 kommen von dort erstmals Erdbeeren auf den Markt, bei denen zumindest sichergestellt ist, dass der illegale Anbau schrittweise aufhört, der Pestizideinsatz auf ein Minimum reduziert wird und die Bewässerung sparsam und nicht aus heimlich gebohrten Brunnen fließt. Die REWE Group hat ab diesem Jahr nur Lieferanten unter Vertrag, die garantieren können, dass sie die vom WWF mitentwickelten Mindeststandards der so genannten „Best Alliance“ einhalten.
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