Die Stadtverwaltung von Las Palmas zeigte zunächst keinerlei Verständnis für die Bedürfnisse der FKK-Anhänger der Insel. Trotz (oder vielleicht auch gerade wegen) der hüllenlosen Protestaktion der kanarischen Nudistenvereinigung, ANISCAN, wurde der Antrag des Vereins, einen Teil des Strandes Las Canteras für die Fans der Frei-Körper-Kultur zu reservieren zum wiederholten Male abgelehnt.
Man fürchtete um das „saubere“ Image an dem beliebtesten Strand der Inselhauptstadt. Es wurde stattdessen ein Gesetzesentwurf unterzeichnet, der Nacktheit an allen öffentlichen Plätzen verbietet. Öffentlichkeit herrscht demnach auf Straßen, Plätzen, in Parks, Gärten, Schwimmbädern und eben auch am Strand. Das Hauptargument der Ablehnung sei neben religiösen Gründen vor allem die Unmöglichkeit, die „normalen“ Badegäste von den Nackten abzuschirmen. Einziges Zugeständnis, das den Nudisten eingeräumt wurde, war die Möglichkeit, den Strand für eine zeitlich begrenzte Sonder-Veranstaltung vorübergehend für FKK-Zwecke zu nutzen. Dies aber nur nach Antrag und ordentlicher Legitimierung. Die Nudisten sahen für diese strikte Ablehnung keine einleuchtende Erklärung.
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