Zur Erleichterung der über 28.000 Autofahrer, die täglich den Kreisverkehr in Las Chafiras (Gemeinde San Miguel de Abona) passieren und dabei im Stau stehen, soll aufgrund zahlreicher Beschwerden nun früher als ursprünglich geplant eine verkehrstechnisch „sinnvolle“ Lösung für die Stauzone gefunden werden.
Die Straßenarbeiten der letzten Monate, die den Verkehrsfluss in Las Chafiras hätten verbessern sollen, wurden zwar endlich abgeschlossen, zeigten aber keinerlei Erleichterung für den Verkehr, der sich von allen Richtungen und zu fast jeder Tageszeit um den großen Kreisverkehr direkt an der Autobahn staut. Statt der angestrebten Verbesserung wurde hier lediglich eines erreicht: mehr Chaos.
An vielen Kreuzungen des Industriegebietes wurde die Vorfahrt geändert, an manchen so, dass Unfälle fast vorprogrammiert sind, da garnicht mehr eindeutig klar ist, wer im Vor- und wer im Nachrang ist. Für ortsansässige Unternehmen haben sich die täglichen Staus als geschäftschädigend erwiesen und nach Ansicht vieler Geschäftsleute ist es den Autofahrern auch nicht zu verdenken, wenn sie einen großen Bogen um die Stauzone Las Chafiras machen.
Die Inselregierung hatte bis vor kurzem keine weitere Lösung zur Verbesserung des Verkehrsflusses in Erwägung gezogen, jedenfalls nicht, bevor nicht die geplante dritte Autobahnspur fertig sei – was erst in fünf, möglicherweise erst zehn oder 15 Jahren der Fall sein könnte.
Aufgrund der prekären Verkehrslage und der vielen Beschwerden, die bei der Gemeinde eingegangen sind, haben sich nun der Vizebürgermeister von San Miguel, Victor Chinea, und die Inselrätin für Flächenwidmung und Straßenplanung, Mónica Méndez, an einen Tisch gesetzt, um doch eine frühzeitigere Lösung für Las Chafiras zu finden.
Wie die Tageszeitung „Diario de Avisos“ berichtet, habe Méndez einer zusätzlichen Autobahnabfahrt in der Zone zugestimmt. Sie werde die-se Lösung direkt mit Inselpräsident Ricardo Melchior besprechen, hieß es weiter. (ma)
Quelle:
http://www.kanarenexpress.com/1000003/1000003/0/18565/article_tf.html